Niemals ohne Regenschirm
Erstaunlich, dass der Regenschirm es bis in unsere heutige, technisierte Zeit geschafft hat. Manche Erfindung scheint dann doch für die Ewigkeit zu sein: das Licht, das Rad und eben auch der Regenschirm.
Das tragbare Dach kennt der Mensch schließlich schon seit Jahrtausenden. So schützt der Schirm den Menschen nicht nur vor Regen sondern gerne auch vor Sonneneinstrahlung. Allerdings ist diese Verwendung des Schirmes bei uns nicht sehr verbreitet. Der Deutsche an sich greift dann doch überwiegend in den Monaten Oktober bis März zum Stock mit Dach.
Das schützende Dach eines Regenschirms besteht heute aus imprägnierter Baumwolle, Kunststoff und Nylon. Getragen wird das Schirmdach von einer unterschiedlichen Anzahl von Streben. Gewöhnlich handelt es sich dabei um acht Segmente. Je mehr Streben der Regenschirm hat, desto rundlicher, aber auch schwerer und stabiler wird er.
Im Laufe der Zeit, der Mensch kann ja doch nicht seine Finger davon lassen, wurde der Grundentwurf des Regenschirmes stetig verbessert. Viele haben sich bei Konstruktion und Material am Regenschirm versucht. So haben sich verschiedene Formen des Regenschirms entwickelt. Der klassische Stockschirm, dessen Stock sich nicht variieren lässt. Gerne wird der Stockschirm bei Trockenheit als Spazierstock verwendet und besonders gerne von den Herren genutzt. Der Taschenschirm, der sich praktisch zusammenfalten lässt und dank teleskopierbarem Schirmstock in so mancher Tasche verkrümelt. Und wenn die Tasche zu klein ist, greift der clevere Schirmverwender zum Mini-Taschenschirm.
Der Regenschirm heißt aber nicht mehr nur Regenschirm.
Seine Vermarkter lassen sich selbstverständlich immer neue Namen, je nach Verwendungszweck, einfallen. Dank eines eindeutigen Namens, findet so jeder Schirmsuchende im Dschungel des Schirmangebotes sein passendes Schirmmodell. Da wäre zum Beispiel der Golfschirm, der große windfeste Regenschirm, der in jedem Golfbag auf keiner Runde fehlen darf. Oder der Anglerschirm. Der perfekte Regenschirm für die langen Stunden am einsamen Teich. Der Trekkingschirm hingegen findet in jedem Rucksack Platz. Sollte dieser Schirm sich doch durch stabile Leichtigkeit und wenig Platzanspruch auszeichnen. Der Partnerschirm ist (nicht nur) für Sie und Ihn. Durch sein großes Schirmdach bietet dieser Regenschirm ein trockenes Plätzchen für zwei Personen. Ein Portier- oder Gästeschirm sollte ebenfalls eine angemessene Größe haben. Dieses Regenschirm-Modell wird gerne verwendet, um jemanden zu einem Auto oder vom Wagen zu einem Gebäude zu geleiten. Ein besonderes Modell unter den Regenschirmen ist der Brautschirm oder Hochzeitsschirm. Ein meist in weiß oder creme gehaltener Schirm, der die strahlende Braut an ihrem schönsten Tag vor Sonnenstrahlen oder auch Regen schützen soll. Allerdings dient der Brautschirm auch gerne als modisches Accessoire.
Auch die Kleinen haben den Regenschirm erobert.
In proportional geeigneter Ausführung kommt der Kinderschirm mit verschiedensten Dessins, selten uni, meistens bunt mit farbenfrohen Motiven oder diversen Merchandising-Helden daher. Ob Automatikschirm oder mit Handöffner ob günstig oder teuer. Der Regenschirm ist für die Hersteller schon lange eine gute Einnahmequelle und für die Kids ein Spaß im Regenwetter.
Ob als Stockschirm oder im Taschenformat. Ob beruflich oder in der Freizeit. Ob im Alltag oder an Sonn- und Feiertagen – ein Regenschirm ist ein stets treuer Begleiter und sollte vorausschauend dabei sein. Denn wie meinte bereits der französische Schauspieler und Sänger Fernandel: „Der Mut ist wie ein Regenschirm. Wenn man ihn am dringendsten braucht, fehlt er einem.“
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